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Angora – mehr als weiches Fell

Angora ist ein Wort, das wir heute meist mit weichen Fasern tierischer Herkunft verbinden. Angorakaninchen, Angoraziegen, Angorakatzen – in unserer Vorstellung sehen wir bei diesen Wörtern niedliche Tiere mit flauschigem Fell vor uns, so wie die jungen Angoraziegen im Bild. Kuschelige Angorapullover wärmen uns im Winter, wobei die langen, flauschigen Fasern heute oft künstlich hergestellt werden, ohne dass ein Tier leiden muss. 

Aber Angora ist mehr als Flausch: Bis 1930 wurde die jetzige türkische Hauptstadt Ankara in lateinischer Schrift meist „Angora“ geschrieben. Die genaue Herkunft des Namens ist unbekannt. Fest steht nur, dass der Stadtname schon sehr alt ist und in ähnlicher Form bereits von den Hethitern verwendet wurde. So sind verschiedene alte Namensformen überliefert. Die Stadt wurde u. a. Ankyra oder Ankira, Ankuriyya, Engüriye oder Engür genannt, bis schließlich in der 1923 gegründeten Republik Türkei der Name offiziell zu Ankara wurde und die Stadt dieses Namens zur Hauptstadt der Türkei. Was der Name bedeutet, ist unbekannt. Manche bringen ihn in Verbindung mit dem Wort Anker, andere mit dem Weinbau.

Leichter lässt sich erklären, wie die oben genannten Angorakaninchen, Angoraziegen und Angorakatzen zu ihrer Bezeichnung kamen: Die Tiere mit dem weichen, langhaarigen Fell stammen ursprünglich aus der anatolischen Region um Ankara. Angorakatzen gelten als eine der ältestesten Langhaarrassen. Die heute als Perserkatzen bekannte langhaarige Katzenrasse ähnelt im Aussehen des Fells den Angorakatzen. In den 1970er Jahren wurden Angorakatzen von Züchtern unter dem Namen Türkisch Angora anerkannt, Angorakatzen werden heute weltweit gezüchtet.




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