Dattelpalme

Datteln – von der Palme geholt

Sie liegen völlig richtig, wenn Sie in diesem Magazin unter dem Stichwort „Datteln“ keinen Artikel über die gleichnamige Stadt im Ruhrgebiet vermuten. Deren Name hat nichts mit der Frucht Dattel zu tun, sondern ist abgeleitet von einem Familiennamen „Datha.“

Datteln, die an der Dattelpalme wachsen und gedeihen, sind eng mit dem islamischen Kulturkreis verbunden. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Dattelpalme gedeiht in trockenem Wüstenklima mit viel Sonne besonders gut – also auch auf der Arabischen Halbinsel, von wo aus die Religion des Islam sich ausbreitete.

 „Die Bewohner eines Hauses, in dem es keine Datteln gibt, sind hungrig“, wusste einem Hadith zufolge bereits der Prophet Muhammad (as). Mit Datteln wird das Fasten im Ramadan gebrochen, Datteln werden in der arabischen Küche für schmackhafte Gerichte genutzt (z. B. tunesische Dattelkekse).

Im Islam ist die Dattel von großer Bedeutung. Während des Ramadans brechen Muslime ihr Fasten nach Sonnenuntergang traditionell mit einer Dattel und einem Glas Wasser, denn so soll es vom Propheten Mohammed empfohlen worden sein. Während des Fastenmonats sind Datteln deswegen in muslimischen Regionen überall zu bekommen. Mohammed selbst soll Dattelpalmen gepflanzt und Muslime dazu ermuntert haben, die nahrhaften Früchte anzubauen.

Überhaupt ist die Dattelpalme eine uralte Kulturpflanze, von der es viele Züchtungsvariationen gitb. Die Farbe der Dattelfrucht ist nicht nur gelblich-bräunlich, Farbschattierungen von Rot bis Schwarz sind zu finden. Eine Dattelpalme kann bis zu hundert Jahre alt werden und trägt alle zwei Jahre Früchte. Datteln lassen sich durch ihren hohen Zuckergehalt gut trocknen und lagern –und sie haben einen hohen Nährwert bei leichter Verdaulöichkeit. Das macht sie nicht nur bei fastenden Muslimen in aller Welt beliebt, sondern auch bei Marathonläufern, die beim Ausdauersport lieber auf eine natürliche Frucht zurückgreifen möchten als auf industriell hergestellte Produkte.




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