Islam und Tierschutz

Die am häufigsten im Zusammenhang mit Allah gebrauchten Beinamen sind ar-Rahman und ar-Rahim, der Allerbarmer und der Allbarmherzige. Selbstverständlich schließt das Erbarmen des Schöpfers auch die Tiere ein.
So dürfen zum Beispiel die Pilger auf ihrem Hadsch nach Mekka überhaupt keine Tiere töten, nicht einmal noch so kleine lästige Insekten. In Mekka selbst, dem heiligen Ort der Muslime, darf kein Geschöpf geschlachtet werden.

Plate birds animals Met 91.1.127

Jeder Muslim sieht im Leben und Verhalten des Propheten Muhammad ein Beispiel, dem es zu folgen gilt. Aus den Biografien des Propheten Muhammad geht eine unverkennbare Liebe zu Tieren hervor. Der Prophet wandte sich zum Beispiel dagegen, dass Vögel als Ziele für Jäger verwendet oder Kamele misshandelt wurden.
Über die persönlichen Essgewohnheiten des Propheten wird berichtet, dass er einfache und fleischlose Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Brot, Butter, Nüsse und Datteln bevorzugte. Seine Lieblingsfrüchte waren Granatäpfel, Trauben, Feigen und natürlich Datteln.

Granatapfel (kandil.de 2013)

Eine Vorstellung vom bescheidenen Leben ohne Luxus in der Frühzeit des Islam vermittelt das Buch Muhammad. Sein Leben nach den frühesten Quellen von Martin Lings.

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Im Sommer 2007 hielt der schiitische Gelehrte Dr. Seyyed Mahammad Nasser Taghavi an der Universität Heidelberg einen Vortrag zum Thema „Tierrechte im Islam”. Der Vortrag kann hier gelesen werden.

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Bitte beachten Sie auch die Rubrik Ernährung und Rezpte mit weiteren Informationen zum Essen und Trinken aus muslimischer Perspektive.




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