Granatäpfel

Paradiesische Granatäpfel

Haben Sie schon einmal einen Granatapfel gegessen? Dann brauchen wir nicht viel zu erzählen über das Aussehen des aufgeschnittenen Granatapfels und über den köstlichen Geschmack einer frischen Frucht bzw. ihrer roten, saftigen Kerne. Vielleicht haben Sie schon einmal frischen Granatapfelsaft getrunken oder Ihren Salat mit Granatapfelessig angemacht – wenn nicht, dann holen Sie das bitte schnell nach!

Paradiesäpfel werden Granatäpfel manchmal auch genannt. Kein Wunder, so verführerisch, wie sie sind.

Schon die alten Ägypter liebten Granatäpfel. Seit alten Zeiten gilt der Granatapfel als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit, auch heilende Wirkung wird den Früchten zugeschrieben. Bibel und Koran erwähnen Granatäpfel mehrfach. Das türkische Wort für Granatapfel ist nar, das arabisch rumman رمان.

Nicht nur Geschmack und Inhaltsstoffe des Granatapfels sind beliebt: Granat und, so seltsam es klingt, Granate sind weitere Beweise der weiten Wirkung. Der Edelstein Granat dürfte seinen Namen der roten Farbe des Granatapfels verdanken (in lat. „malum granatum“ liegt übrigens der Ursprung des Worts, die lateinischen Wörter bedeuten „mit Körnern gefüllter Apfel“).

Die Granate, dieser Unheil stiftende Sprengkörper für kriegerische Zwecke, ist tatsächlich seit dem 30-jährigen Krieg nach dem Granatapfel benannt: Damals enthielt der Sprengkörper ähnlich viele Pulverkörner, wie ein Granatapfel Kerne hat, so meinte man. Schade, dass der Name einer so paradiesischen Frucht für eine militärische Waffe mit so zerstörerischer Wirkung verwendet wurde.

Gerne möchten wir Sie erinnern an die anderen Beiträge in unserer kleinen Serie zu exotischen orientalischen Früchten. Folgen Sie den Links:

Datteln
Feigen
Maulbeeren




Dein Kommentar