Rosen für Europa

Es gibt heute in Ungarn nicht mehr viele Spuren, die an die Jahre osmanischer Herrschaft erinnern. Das Grabmal des Dichters Gül Baba, des „Rosenvaters”, in Budapest gehört zu diesen wenigen Erinnerungen.

Gülbaba

Der Dichter und Derwisch Gül Baba lebte Ende des 15./Anfang des 16. Jahrhunderts. Er nahm als Derwisch des Bektaschi-Ordens an den Feldzügen Sultan Süleymans teil.

Woher sein Beiname Gül stammt, ist umstritten. Manche Gelehrte sind der Ansicht, er habe stets eine Rose an seiner Kopfbedeckung getragen. Andere sind der Meinung, es handele sich um eine Verwechslung mit dem Wort kel (= kahl), wieder andere meinen, sein Name sei von dem Verb gülmek (= lachen) hergeleitet.
Weitere Informationen und Theorien zur Person des Gül Baba finden Sie bei Wikipedia.

Im Volksmund jedenfalls gilt Gül Baba bis heute als derjenige, der die Rosen nach Europa brachte.

In vielen Kulturen der ganzen Welt kommt der Rose eine besondere Bedeutung zu. Rosen fanden Eingang in Lieder und Legenden, Symbolik und Ornamentik. Mehr über Rosen im Islam erfahren Sie hier.




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