Samira Makhmalbaf (geb. 1980), Hana Makhmalbaf (geb. 1988)

Die junge iranische Filmemacherin Samira Makhmalbaf ist weltbekannt, seit sie 1998 die jüngste Regissurin war, die am Filmfestival in Cannes teilnahm. In ihrem Filmdebüt “Der Apfel” erzählte sie von zwei halbwüchsigen Mädchen, die mitten in Teheran von ihrem Vater in einem Gitterverhau eingesperrt werden, aus Ignoranz und falsch verstandener Religiosität.
Die Bedeutung der Bildung zieht sich auch durch ihren zweiten Film “Schwarze Tafeln”, in dem es um Schule unter den extremen Bedingungen in der iranisch-irakischen Grenzregion geht.
Ihr dritter Spielfilm “The Coachman’s daughter” spielt in Afghanistan, eine junge Frau kämpft um Bildung und Aufklärung.

Das Thema Bildung zieht sich wie ein roter Faden durch die Werke Samira Makhmalbafs, die selbst die Schule mit 15 Jahren verließ und mit ihrem schwarzen Kopftuch eine exotische Erscheinung unter dem bunten Hollywoodvolk darstellt.
Mit Filmen und Kino jedoch wuchs sie auf, denn ihr Vater ist der berühmte iranische Regisseur Mokhsen Makhmalbaf. Durch ihn lernte sie die Kunst des Filmemachens.
Aus seinem Schatten ist sie längst hinausgetreten.

Auch ihre jüngere Schwester Hana Makhmalbaf hat sich der Regie verschrieben. 2003 stellte sie, noch 14 Jahre alt, ihren Film “Joy of Madness”, eine Bestandsaufnahme der afghanischen Gesellschaft, bei den Filmfestspielen in Venedig vor.




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