Sorbet und Scherbet

Sorbet und Scherbet

Halbgefrorenes ist genau die richtige Erfrischung an heißen Sommertagen. Vielleicht kennen Sie das Wort Sorbet für eine solches Mittelding zwischen Fruchteis und eiskaltem Getränk. Selbst wenn Ihnen Sorbet nicht unbekannt ist: Wissen Sie auch um die arabisch-orientalischen Wurzeln dieses Worts?

In die deutsche Sprache gelangte Sorbet noch in einer anderen Variante: als Scherbett nämlich, heute wird es kaum mehr verwendet. Und doch erinnert dieses ältere Wort noch deutlicher an die arabische Herkunft des Sorbets: Schariba bzw. šariba شرب ist das arabische Verb für trinken. Davon abgeleitet ist šurba(t) = Suppe undšarba(t) = Getränk. In der türkischen Sprache wurde Letzteres zu şerbet, womit man ein erfrischendes (und selbstverständlich alkoholfreies!) Getränk meinte, das für besondere Gelegenheiten zubereitet wurde.

Nach Europa wanderte das Wort schließlich im 16. Jahrhundert: Im Italienischen sagt man sorbetto, auf Französisch sorbet. Die Brüder Grimm führten in ihrem berühmten Wörterbuch der deutschen Sprache das Wort Sorbet an, es war damals bereits wohlbekannt.

Was genau ist nun das Geschmacksgeheimnis für ein gelungenes Sorbet? Viele Rezepte gibt es, besonders beliebt ist Zitronensorbet (ähnlich wie im Bild oben zu sehen). Ein klassisches Sorbet wurde als Zwischengang gereicht, heute kennt man es eher als Dessert. Die Zutaten variieren: Neben Fruchtsaft können pürierte Früchte, Zucker, Sahne oder Eischnee enthalten sein. Anders als seine orientalischen Vorläufer werden Sorbets heute gelegentlich auch mit alkoholischen Zutaten wie Wein oder gar Champagner angereichert.




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