Von Sufis und Derwischen

Sufismus wird die mystische Frömmigkeit im Islam genannt. Der Begriff leitet sich vermutlich ab von suf, dem arabischen Wort für Wolle, wegen der von den Sufis getragenen wollenen Gewänder.

Die Sufis bemühen sich, durchaus nicht immer im Einklang mit der orthodoxen Gesetzesreligion, um die Überwindung der Kluft zwischen Mensch und Gott. Die Liebe zu Gott muss alles andere verdrängen, so dass durch absolutes Gottvertrauen im Augenblick der mystischen Selbstentäußerung das Ziel der Vereinigung mit Gott erreicht werden kann.

Einer Frau, nämlich der Mystikerin Rabia al-Adawiya (gest. 801) werden die ersten Verse über mystische Themen zugeschrieben.

Mit Derwisch bezeichnet man einen der Sufis, die sich oft in Männerorden (tariqa) organisierten, teils auch als bettelnde Wanderderwische umherzogen, erfüllt vom Streben nach der Vereinigung mit Gott.

http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons” href=“http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADervishes_Avanos.JPG”>Dervishes Avanos

Bekannt im Westen ist besonders der Zikr (eine Kombination aus litaneiartigen Gebeten und Anrufungen Gottes mit drehenden, tanzartigen Bewegungen) des Mevleviye-Ordens, der so genannten tanzenden Derwische.

Der Klassiker zur Einführung in den Sufismus von Annemarie Schimmel (erschienen 1995):
Mystische Dimensionen des Islam. Die Geschichte des Sufismus.




Dein Kommentar