Im Ramadan

Sammlung an FesttagsgrüßenHallo, merhaba und salam, Lela

wenn man hört, wie sich Erwachsene unterhalten, kann einem angst und bange werden. Überall Streit und, noch schlimmer, Gewalt. Und dann halten sie uns Kindern immerzu Vorträge: „Streitet euch nicht, haut euch nicht, blablabla.“ Also wirklich, für wie blöd halten Erwachsene uns Kinder eigentlich? Wir Kinder wissen nämlich ziemlich gut, wie wir uns wieder vertragen können, auch wenn wir uns mal heftig über irgendwas gestritten haben. Und wir wollen uns gerne wieder vertragen, dann geht's nämlich allen besser.

Den Erwachsenen kann ich nur sagen: Hey, Leute, reißt euch mal zusammen. Wir Kinder werden noch ein paar Jahre länger als ihr auf der Erde leben. Statt euch über dies und jenes zu kloppen, lasst uns lieber gemeinsam überlegen, wie wir gemeinsam so leben können, dass auch der Planet Erde noch eine Weile existieren kann, trotz Milliarden von Menschen, die nichts lieber tun, als uneins zu sein mit ihren lieben Nachbarn.

Also ehrlich, mir geht das ganze Erwachsenentheater ganz schön auf den Keks, ihr wisst sicher, was ich meine.

Und dabei ist gerade Ramadan, das ist der Monat, in dem Muslime in aller Welt fasten, das heißt zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen. Wie in allen Religionen bedeutet das Fasten aber mehr als Nichtessen und Mitfühlen mit Menschen, die hungrig sind und unter schwierigsten Bedingungen leben. Fasten bedeutet, dass man seine Gedanken auf das Wesentliche konzentriert und sie auf Gutes richtet. Ganz einfach eigentlich. Scheint aber vielen Erwachsenen ziemlich schwer zu fallen. Denn sie streiten sich nicht nur mit Menschen, die an eine andere oder gar keine Religion glauben, sondern auch mit anderen Muslimen. Z. B. darüber, wer nun wirklich richtig fastet, ob xy nicht zwei Minuten zu kurz gefastet hat, ob der dies gemacht hat und jener das.

Mensch, stopp!

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Katzen mit weichem Fall und bunten Augen

Hallo, merhaba und salam, Lela

welche Farbe haben eure Augen? Ja, ich bin mal wieder neugierig. Grün, blau, grau, bräunlich-bernsteinfarben? Oder ein Zwischenton aus mehreren Farben? Oder vielleicht habt ihr sogar schon mal ein Tier gesehen, dass ganz weiß ist, weil es dier Krankheit Albinismus hat? Die Augen dieser Tiere können sogar rot aussehen. Bei den Menschen ist es so, dass die meisten von ihnen braune Augen haben. In Zahlen ausgedrückt macht das ganz schön Eindruck: 90 Prozent aller Menschen der Welt haben braune Augen (bernsteinfarben wie die Edelsteine zählt auch dazu).

Zurück zu den Tieren. Heute will ich auch nämlich etwas über ganz besondere türkische Katzen erzählen (mehr Kandil-Katzen-Links findet ihr unten). Dass Angorakatzen eigentlich aus Ankara kommen und ganz besonders kuschelig sind, wisst ihr vielleicht schon. Aber kennt ihr auch die türkischen Katzen mit den zwei verschiedenartigen Augen? Ja, Katzen mit zwei unterschiedlich gefärbten Augen, das ist kein Aprilscherz, die gibt es wirklich.

Auf Türkisch heißt diese besondere Katzenart Van kedisi, Vankatze. Sie hat ihren Namen von ihrer Heimat am Van-See, das ist ein großer alter See, der ganz im Osten der Türkei liegt. Vankatzen haben einen farbigen Bereich am oberen Kopf und einen farbigen Schwanz, ansonsten sind sie weiß.Ihr kennt euch denken, dass es nicht sehr viele von diesen Katzen gibt. Neben der besonderen Farbunterteilung des Fells haben sie nämlich sogar noch eine weitere Besonderheit: Ihre Augen sind oft verschiedenfarbig. Also ich meine damit nicht graublau oder grünbraun, sondern zwei Augen in verschiedenen Farben. Es gibt wirklich Vankatzen, die ein grünes und ein blaues Auge haben. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Hand aufs herz und kein Aprilscherz.

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Was für ein Bild? Ein Vorbild!

Hallo, merhaba und salam, Lela

vielleicht erinnert ihr euch, dass mein Papa Arabisch als Muttersprache hat. Er lebt schon ganz lange in Deutschland und kann natürlich alles auf Deutsch sagen, was er sagen will. Manchmal lachen wir aber auch gemeinsam über die deutsche Sprache, sie hat nämlich ganz schön komische Wörter. „Vorbild“ zum Beispiel, das Wort, über das ich euch heute eigentlich was erzählen wollte. Und dann fiel mir ein, wie lustig mein Papa die deutsche Sitte findet, mit Vorsilben neue Wörter zu bilden. Und wie wir dann alle gemeinsam lachen, wenn er selbst nach diesem Muster neue Wörter erfindet. Besonders viel Spaß macht das bei Verben. Gibt es eigentlich das Wort „vorbilden“? „Abbilden“ gibt es, „ausbilden“, „nachbilden“. „Einbilden“ leider auch. 

Was ist eigentlich ein Vorbild? Jemand, der vor einem Bild steht? Oder etwas vor einem Bild? Hm, jedenfalls sollen wir Kinder uns gute Vorbilder suchen. Leichter gesagt als getan, nicht wahr? Gibt es „Vorbilder“ überhaupt noch oder nur noch „Idole“? Na gut, Leute, die wir Kinder irgendwie gut finden, gibt es. Wie nennt man die? 

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Fliegender Teppich

Hallo, merhaba und salam, Lela

träumt ihr manchmal davon, frei wie ein Vogel fliegen zu können? Weil Menschen keine Flügel haben, ist die Sache mit dem Fliegen leider ziemlich kompliziert. Irgendwie brauchen Menschen immer Hilfsmittel, damit sie in die Luft steigen können. Aber ich will hier gar nicht von technischen Erfindungen wie Luftschiffen und Flugzeugen erzählen. Mir schwebt etwas viel Schöneres vor: ein fliegender Teppich! Muss ein tolles Gefühl sein, darauf über die Lüfte zu schweben. Das Tollste daran: Ich hab's schon mal ausprobiert!

Ich verrate euch, wo auch ihr auf einem fliegenden Teppich unterwegs sein könnt: Das geht ganz gefahrlos zum Beispiel im Deutschen Filmmuseum Frankfurt. Ich hab's ausprobiert, das Beweisbild seht ihr hier. Macht riesigen Spaß und ein Foto eures Teppichritts macht mächtig was her. Garantiert!

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Unsere Welt schützen

Hallo, merhaba und salam, Lela

ist euch eigentlich klar, wie viele Sachen bei euch zu Hause im Müll landen? Ich habe mal genau darauf geachtet, was ich in einer Woche wegwerfe und wie viele Eimer meine Familie in einer Woche in die Mülltonnen leert. Also da kommt wirklich viel zusammen. Mehr, als ich gedacht habe. Wenn man sich dann vorstellt, wie viel Müll ein Haus mit ganz vielen Bewohnern hervorbringt, wie viel eine Straße mit vielen Häusern und noch mehr Menschen, wie viel ein ganzes Dorf, eine ganze Stadt – hui, da kommt ziemlich viel zusammen. 

Weil gerade ein neues Jahr angefangen hat und die Erwachsenen immer davon reden, dass man sich zum neuen Jahr etwas vornehmen soll, habe ich beschlossen, mehr auf Umweltschutz zu achten. Dazu gehört auch Müll, das heißt, ich will möglichst wenig zu den Müllbergen beitragen. Ich denke, so ist es mit dem Umweltschutz insgesamt: Ich bin ein Schulkind und kann sicher nicht die Welt retten. Aber ich kann einen Beitrag leisten, wenn ich damit anfange, auf meine Umwelt zu achten. Ihr wisst schon: Viele kleine Schritte führen auch zum Ziel. In diesem Fall viele kleine und große Umweltschützer.

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