Mein Koffer

Hallo, merhaba und salam, Lela

wie lange habt ihr noch Sommerferien? Wie ihr ja wisst, gehe ich in Hessen zur Schule, hier fängt die Schule bald wieder an. Meinen Koffer habe ich nach dem Besuch bei meinen Großeltern natürlich längst schon wieder ausgepackt. Was dabei zum Vorschein kam, seht ihr oben im Bild. ;-) 

Kennt ihr eigentlich das Spiel „Ich packe meinen Koffer“? Das ist ein gutes Spiel für langweilige Autofahrten, Man braucht dafür nämlich nur Wörter. Jeder Mitspieler nennt etwas Neues, was er in den Koffer packt. Das Gemeine daran: Bevor man ein neues Wort nennen darf, muss man erst alle anderen bereits „eingepackten“ Wörter auf zählen. Wer eins vergisst, scheidet aus. Das geht dann also ungefähr so:
Ich sage: Ich packe meinen Koffer und lege einen Frosch rein. Kamdil sagt: Ich packe meinen Koffer und lege einen Forsch und eine Katze rein. Mein Bruder sagt: Ich packe meinen Koffer und lege einen Frosch, eine Katze und Socken rein. (Also ich bin mir nicht sicher, ob das mit den Socken stimmt, aber eine Katze und einen Forsch kann man immer gebrauchen!)

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Unzertrennliche Freunde

Hallo, merhaba und salam, Lela

kennt ihr Edi und Büdü? Genauer gesagt: Edi ile Büdü?

Seht euch das Foto an, dann wisst ihr Bescheid: Edi ile Büdü heißen „Ernie und Bert“ nämlich auf Türkisch. Auf Arabisch nennt man sie Anis wa Badr, aber in Ägypten haben sie wieder ganz andere Namen, dort kennt man die beiden als Shadi w Hadi. Auf Englisch ist die Reihenfolge übrigens umgekehrt, da sagt man Bert and Ernie.

Egal unter welchem Namen, dieses Freundespaar kennen und lieben Kinder in aller Welt. Und das schon seit vielen Jahren, zu ihrem Geburtstag habe ich schon mal was geschrieben: 40 Jahre Sesamstraße.

Wen mögt ihr lieber, den frechen Ernie oder den langweiligen Bert? Ich finde sie zusammen am lustigsten. Am allerbesten gefällt mir aber, dass ihre Freundschaft schon so lange dauert. Okay, sie sind Puppen, ich weiß. Aber das verbindet mich als Maskottchen noch mehr mit den beiden.

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Im Ramadan

Hallo, merhaba und salam, Lela

wenn man hört, wie sich Erwachsene unterhalten, kann einem angst und bange werden. Überall Streit und, noch schlimmer, Gewalt. Und dann halten sie uns Kindern immerzu Vorträge: „Streitet euch nicht, haut euch nicht, blablabla.“ Also wirklich, für wie blöd halten Erwachsene uns Kinder eigentlich? Wir Kinder wissen nämlich ziemlich gut, wie wir uns wieder vertragen können, auch wenn wir uns mal heftig über irgendwas gestritten haben. Und wir wollen uns gerne wieder vertragen, dann geht's nämlich allen besser.

Den Erwachsenen kann ich nur sagen: Hey, Leute, reißt euch mal zusammen. Wir Kinder werden noch ein paar Jahre länger als ihr auf der Erde leben. Statt euch über dies und jenes zu kloppen, lasst uns lieber gemeinsam überlegen, wie wir gemeinsam so leben können, dass auch der Planet Erde noch eine Weile existieren kann, trotz Milliarden von Menschen, die nichts lieber tun, als uneins zu sein mit ihren lieben Nachbarn.

Also ehrlich, mir geht das ganze Erwachsenentheater ganz schön auf den Keks, ihr wisst sicher, was ich meine.

Und dabei ist gerade Ramadan, das ist der Monat, in dem Muslime in aller Welt fasten, das heißt zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen. Wie in allen Religionen bedeutet das Fasten aber mehr als Nichtessen und Mitfühlen mit Menschen, die hungrig sind und unter schwierigsten Bedingungen leben. Fasten bedeutet, dass man seine Gedanken auf das Wesentliche konzentriert und sie auf Gutes richtet. Ganz einfach eigentlich. Scheint aber vielen Erwachsenen ziemlich schwer zu fallen. Denn sie streiten sich nicht nur mit Menschen, die an eine andere oder gar keine Religion glauben, sondern auch mit anderen Muslimen. Z. B. darüber, wer nun wirklich richtig fastet, ob xy nicht zwei Minuten zu kurz gefastet hat, ob der dies gemacht hat und jener das.

Mensch, stopp!

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Katzen mit weichem Fall und bunten Augen

Hallo, merhaba und salam, Lela

welche Farbe haben eure Augen? Ja, ich bin mal wieder neugierig. Grün, blau, grau, bräunlich-bernsteinfarben? Oder ein Zwischenton aus mehreren Farben? Oder vielleicht habt ihr sogar schon mal ein Tier gesehen, dass ganz weiß ist, weil es dier Krankheit Albinismus hat? Die Augen dieser Tiere können sogar rot aussehen. Bei den Menschen ist es so, dass die meisten von ihnen braune Augen haben. In Zahlen ausgedrückt macht das ganz schön Eindruck: 90 Prozent aller Menschen der Welt haben braune Augen (bernsteinfarben wie die Edelsteine zählt auch dazu).

Zurück zu den Tieren. Heute will ich auch nämlich etwas über ganz besondere türkische Katzen erzählen (mehr Kandil-Katzen-Links findet ihr unten). Dass Angorakatzen eigentlich aus Ankara kommen und ganz besonders kuschelig sind, wisst ihr vielleicht schon. Aber kennt ihr auch die türkischen Katzen mit den zwei verschiedenartigen Augen? Ja, Katzen mit zwei unterschiedlich gefärbten Augen, das ist kein Aprilscherz, die gibt es wirklich.

Auf Türkisch heißt diese besondere Katzenart Van kedisi, Vankatze. Sie hat ihren Namen von ihrer Heimat am Van-See, das ist ein großer alter See, der ganz im Osten der Türkei liegt. Vankatzen haben einen farbigen Bereich am oberen Kopf und einen farbigen Schwanz, ansonsten sind sie weiß.Ihr kennt euch denken, dass es nicht sehr viele von diesen Katzen gibt. Neben der besonderen Farbunterteilung des Fells haben sie nämlich sogar noch eine weitere Besonderheit: Ihre Augen sind oft verschiedenfarbig. Also ich meine damit nicht graublau oder grünbraun, sondern zwei Augen in verschiedenen Farben. Es gibt wirklich Vankatzen, die ein grünes und ein blaues Auge haben. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Hand aufs herz und kein Aprilscherz.

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Was für ein Bild? Ein Vorbild!

Hallo, merhaba und salam, Lela

vielleicht erinnert ihr euch, dass mein Papa Arabisch als Muttersprache hat. Er lebt schon ganz lange in Deutschland und kann natürlich alles auf Deutsch sagen, was er sagen will. Manchmal lachen wir aber auch gemeinsam über die deutsche Sprache, sie hat nämlich ganz schön komische Wörter. „Vorbild“ zum Beispiel, das Wort, über das ich euch heute eigentlich was erzählen wollte. Und dann fiel mir ein, wie lustig mein Papa die deutsche Sitte findet, mit Vorsilben neue Wörter zu bilden. Und wie wir dann alle gemeinsam lachen, wenn er selbst nach diesem Muster neue Wörter erfindet. Besonders viel Spaß macht das bei Verben. Gibt es eigentlich das Wort „vorbilden“? „Abbilden“ gibt es, „ausbilden“, „nachbilden“. „Einbilden“ leider auch. 

Was ist eigentlich ein Vorbild? Jemand, der vor einem Bild steht? Oder etwas vor einem Bild? Hm, jedenfalls sollen wir Kinder uns gute Vorbilder suchen. Leichter gesagt als getan, nicht wahr? Gibt es „Vorbilder“ überhaupt noch oder nur noch „Idole“? Na gut, Leute, die wir Kinder irgendwie gut finden, gibt es. Wie nennt man die? 

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