Ich auch, du ebenfalls, wir alle, wer noch?

Manchmal fühle ich mich unendlich müde. Oder wie ein weiblicher Don Quijote im ewigen Kampf gegen die Windmühlenflügel der sexuellen Belästigung.
Haben Sie etwas von der #MeToo-Bewegung in den letzten Tagen mitbekommen? Gibt es überhaupt eine Frau, die noch nie in irgendeiner Weise sexuell belästigt wurde, sei es durch Worte oder durch tätliche Übergriffe? 

In einer Zeit, in der vereinfachende Polarisierungen leider auf dem Vormarsch sind, zeigt sich ein verstörendes Bild: #MeToo betrifft Frauen weltweit und macht nicht Halt vor Parteien, nationalen Grenzen, Art der Kleidung, Religionen jeder Richtung oder was auch immer man als entscheidendes Kriterium vorzuschieben gewillt ist. 

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Arwa al-Neami

Kunst macht auch vor Saudi-Arabien nicht Halt. Ein Beispiel ist die saudische Künstlerin Arwa al-Neami, die allen Widerständen und gesellschaftlichen Restriktionen in ihrem Heimatland zum Trotz ihren Weg zum künstlerischen Ausdruck gefunden hat. Seit 2012 werden ihre Werke in Ausstellungen gezeigt. 

Im Jahr 2015 war sie beteiligt an einer Ausstellung der Vereinten Nationen. Das Projekt hat zum Ziel, das kulturelle Erbe des ländlich geprägten südlichen Saudi-Arabien zu erhalten. Einen englischsprachigen Bericht über die Ausstellung und die daran beteiligten arabischen Künstlerinnen gibt es dort.

Online sind einige ihrer Werke zum Beispiel dort zu sehen.

Einen Einblick in ihre Arbeit als Fotografin gibt der deutschsprachige Artikel Lebensfreude im Land der Tabus.

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Literatur aus den Maghreb-Staaten

Zeitgenössische Literatur aus den Maghreb-Staaten bringt seit Jahren der  Verlag Donata Kinzelbach einem deutschsprachigen Lesepublikum näher. Französische und arabische Werke von Autorinnen und Autoren aus Marokko, Algerien und Tunesien erscheinen in deutscher Übersetzung, teilweise in französischer Sprache.

Das Wort Maghreb leitet sich ab von arabisch  المغرب (al-maghrib), das bedeutet Westen. Im Westen der arabischen Welt liegen die Staaten Marokko, Tunesien und Algeriren, die im engeren Sinne zu den Maghreb-Ländern gezählt werden.

Zzuletzt erschien  Jasmin (Literatur aus dem Maghreb)* von Nadia Sebkhi, übersetzt von Marianne Rosa Hoffmann und Anna Huber (Verlag Donata Kinzelbach 2016, 160 S., gebunden EUR 18; 3942490285).

Die algerische Schriftstellerin Nadia Sebkhi geht in dem E-Mail-Roman existenziellen Fragen zum gewaltfreien Zusammenleben in sich ändernden Gesellschaften nach. Protagonistinnen des Romans sind die algerische Schriftstellerin Dania und die französische Journalistin Isabelle.

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