Helau und Alaaf!

Die Narren sind los, heute am Rosenmontag und morgen am Faschingsdienstag. Diese närrische Zeit ist ein schönes Beispiel dafür, wie schnell sich Menschen in die Haare bekommen. Nein, ich rede nicht von erhöhtem Alkoholkonsum oder gar von ernsthaften Themen. Ich rede von einem schrecklichen Zusammenstoß der Kulturen, der Jahr für Jahr vor der Fastenzeit ans Licht kommt.

Im Mittelpunkt stehen nur ein paar Wörter. Ganz harmlos und unschuldig. Aber wehe, eins dieser Wörter wird an falscher Stelle geäußert! Wohnen Sie im Rheinland? Probieren Sie es mit „Fasching“ – wenn Sie mutig genug sind, auch die Konsequenzen zu tragen. Andere Versuchsballons: Rufen Sie in Köln „Helau“ und in Mainz „Alaaf“ – aber sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt vor den sonderbaren Bräuchen der Eingeborenen.

Die Liste gefährlicher Wörter ließe sich noch lange fortführen.Berliner Ballen, Kräppel oder wie auch immer Sie dieses mit Marmelade gefüllte in Fett gebackene Ding auch nennen wollen: Dass sie nicht zu gesunder Ernährungbeitragen, darüber kann man sich wahrscheinlich eher einigen als auf die „richtige“ Bezeichnung-

Endlich mal ein Kulturkampf, an dem wir Migranten völlig unschuldig sind. Mit dem Islam hat das auch garantiert nichts zu tun (obwohl die Kräppel kein Schweinefleisch enthalten!). Ach ja, die Menschen sind schöne Narren. A propos Narren: Närrische Prinzenpaare mit Migrationshintergrund sollen übrigens schon hier oder dort gesichtet worden sein.

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