Zur Deutung des Opferfests | zurück | Prophetengeschichten aus dem Koran


Opferfest / Kurban bayramı / (e)id ul-adha

»Nimmermehr erreicht ihr Fleisch und ihr Blut (d.h. Fleisch und Blut der Opfertiere) Allah, jedoch erreicht ihn eure Frömmigkeit. Also hat er sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allah dafür preiset, dass er euch leitete; und verkündige Freude den Rechtschaffenen.«
(Koran, Sure 22, Vers 38 nach der Übertragung von Max Henning, Reclam))

Das Opferfest ist das wichtigste religiöse Fest der islamischen Welt.
Es bildet den Höhepunkt des Hadsch (Wallfahrt nach Mekka), der nur im Monat Dhu-l-Hidscha durchgeführt werden darf. Das Opferfest fällt auf den letzten Tag des Hadsch, den 10. Dhu-l-Hidscha. Die Opferung eines Tieres (im Allgemeinen ein Schaf) ist für alle Muslime Pflicht, die finanziell dazu in der Lage sind.

Kaaba in Mekka

Das Opferfest erinnert an die Geschichte des Propheten Ibrahim (Abraham).
In seiner Jugend lebte er unter Menschen, die nicht zu Gott beten wollten. Obwohl er sie aufforderte, sich von den falschen Göttern ab- und dem einen Gott zuzuwenden, hörten sie nicht auf ihn und wollten ihn verbrennen. Doch Gott rettete ihn.
Später lebte Ibrahim in einem anderen Land. Dort hatte er zwei Söhne, Ismail und Isaak. Eines Tages kam ein Engel zu Ibrahim und befahl ihm, seinen Sohn Ismail zu töten. Ibrahim war sehr traurig über diese Prüfung, denn er liebte seinen Sohn sehr. Dennoch wollte er Gott gehorchen. Als Ibrahim schließlich zum Messer griff, um seinen Sohn Ismail zu töten, sprach eine Stimme zu ihm: "Töte deinen Sohn nicht!"
Ibrahim hatte die Probe bestanden, auf die sein Gottvertrauen gestellt worden war. Ibrahim war sehr froh, dass sein Sohn gerettet war und dass es sich nur um eine Prüfung gehandelt hatte. Gemeinsam mit seinem Sohn opferte er einen Widder, dessen Fleisch sie mit Freunden und Bedürftigen teilten.

Zur Erinnerung an die Rettung Ismails schlachten Muslime jährlich am Opferfest ein Tier und teilen das Fleisch mit Verwandten, Freunden und Armen.


Zitat


Mein Herz nimmt alle Formen an:
Des Christen Kloster, Götzenheiligtum,
Gazellenweide, auch des Pilgrims Ka'aba,
Der Thora Rollen oder des Koran.
Denn Liebe mein Bekenntnis ist!
Wo immer Kamele schreiten, Liebe ist mein Glaube.

(Ibn Arabi, 1165-1240)

Ornament (Abstandshalter)

Kandil (Eingang)

Über den Islam:

* Feiertage 2010
Ahmadiya, Bahai und Aleviten
Aschura
Feiertage (Archiv)
Feiertage im Islam
Goldenes Zeitalter des Islam
Islamischer Kalender
Kein Zwang im Glauben
Koran und Hadith
Maulid/Mevlit
Opferfest
Propheten
Ramadan
Rechtsschulen
Reformen und Rückblicke
Sunniten und Schiiten
www: externe Links

Ornament (Abstandshalter)

Europa und der Islam:

Brunnen
Europa und die arabisch-islamische Welt
Gretchenfrage
Kaffee
Kamele
Ringparabel
Rosen
Satire
Tierisches
Tulpen
Türken in Deutschland
Wörter arabischer Herkunft
Wörter türkischer Herkunft

Ornament (Abstandshalter)

Frauen im Islam:

*Leistungen einzelner Frauen
Fortschritt und Rückschritt
Frauen im 20. Jahrhundert
Frühislamische Zeit
Gleichberechtigung im Koran
Links und Literatur
Reiseberichte: europäische Frauen im Orient
Streitthema “Frauen und Islam”
Vorschriften auch für Männer!

Ornament (Abstandshalter)

Sufis:

Meditation mit dem Sufismus
Mevlana
Von Sufis und Derwischen

Ornament (Abstandshalter)