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In seinem 2006 erschienenen Buch Der Wanderer erzählt der türkische Autor Sadik Yalsizucanlar (Übersetzerin: Beatrix Caner) die Geschichte des Muhiyuddin Muhammad ibn Arabi, des berühmten Sufis und Philosphen aus dem maurischen Spanien.
Rezension von Lutz Bunk bei dradio.de: Unorthodoxer islamischer Freidenker
Obwohl die islamische Orthodoxie in ihrem reinen Monotheismus Heiligenverehrung strikt ablehnt, ist sie im Volksglauben weit verbreitet. Gräber und Grabmäler von Muslimen, die als besonders fromm angesehen werden, werden gerne aufgesucht, um Bittgebete an diese Verstorbenen zu richten. Häufig stammen die so verehrten muslimischen Frauen oder Männer aus der Tradition des Sufismus.
In Nordafrika werden sowohl diese frommen Muslime als auch ihre Grabmäler Marabut oder Marabout genannt.
Mehrere Heiligengräber aus verschiedenen Teilen der arabischen Welt sind auf der Website von Rüdiger Brenninghaus zu sehen.
Der Klassiker zur Einführung in den Sufismus:
Mystische Dimensionen des Islam. Die Geschichte des Sufismus.
Von Annemarie Schimmel, 1995.
Endlich auch im Internet erhältlich ist dieses empfehlenswerte Buch: Beten mit muslimischen Worten. Winfried Schiffers. Aachen: Bergmoser+Höller Verlag AG. ISBN 3-88997-158-X
Sufismus wird die mystische Frömmigkeit im Islam genannt. Der Begriff leitet sich vermutlich ab von suf, dem arabischen Wort für Wolle, wegen der von den Sufis getragenen wollenen Gewänder.
Die Sufis bemühen sich, durchaus nicht immer im Einklang mit der orhodoxen Gesetzesreligion, um die Überwindung der Kluft zwischen Mensch und Gott. Die Liebe zu Gott muss alles andere verdrängen, so dass durch absolutes Gottvertrauen im Augenblick der mystischen Selbstentäußerung das Ziel der Vereinigung mit Gott erreicht werden kann.
Einer Frau, nämlich der Mystikerin Rabia al-Adawiya (gest. 801) werden die ersten Verse über mystische Themen zugeschrieben.
Mit Derwisch bezeichnet man Sufis, die sich oft in Männerorden (tariqa) organisierten, teils auch als bettelnde Wanderderwische umherzogen, erfüllt vom Streben nach der Vereinigung mit Gott.
Bekannt im Westen ist besonders der Zikr (eine Kombination aus litaneiartigen Gebeten und Anrufungen Gottes mit drehenden, tanzartigen Bewegungen) des [urlhttp://www.kandil.de/islam/sufis/mevlana.html]Mevleviye-Ordens[/url], der so genannten tanzenden Derwische.
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