Glücksbringer in islamischen Ländern

Hallo, merhaba und salam,  Lela

was gibt es Schöneres als Glück? Heute gibt es mehr davon, nachdem ich euch neulich etwas über vierblättrigen Klee, Hufeisen und andere Glücksbringer erzählt habe. Hier seht ihr also nun ein Boncuk (ausgesprochen wird das ungefähr “Bondschuk”).

Boncuk

Dieser Glücksbringer wird auch Nazar-Amulett oder in der Türkei “nazar boncuğu” genannt, weil ein blaues Auge angeblich helfen soll, den “bösen Blick” (nazar) abzuwehren. Was das ist? So etwas wie Neid stelle ich mir darunter vor, nur schlimmer. Menschen mit dem “bösen Blick” können angeblich anderen Menschen Schaden zufügen. Mit dem Boncuk soll alles Mögliche geschützt werden: Gegenstände wie Häuser und Autos zum Beispiel, aber auch Babys und, wie ihr im Bild seht, auch Schafe (das Rote ist eine Schleife, die samt Boncuk am Schaf befestigt ist).

Schaf mit Boncuk

Boncuks gibt es nämlich in allen Größen und Arten: ziemlich groß wie oben zum Aufhängen über der Tür oder aber ganz klein mit Sicherheitsnadel und Schleife zum Anbringen an Kinderkleidung oder auch als Schmuck.
Wie ihr auf dem nächsten Bild seht, hat Kamdil gleich probiert, wie ihm ein Boncuk-Armband steht und ob es ihm wirklich zu mehr Glück verhilft und den “bösen Blick” abwehrt. Wie gefällt euch sein Höckerschmuck?

Kamdil-Boncuk

Strenge Religionsgelehrte sagen, Glücksbringer und Amulette seien im Islam verboten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendeine Religion den Wunsch nach Glück verbietet! Ist doch klar, dass ein Gegenstand kein Glück bringt, oder? Ein Glücksbringer ist nichts als ein sichtbares Ding, das das Glück verkörpert. Ein Zeichen, ein Symbol eben. Nicht mehr und nicht weniger. Früher hatten die Gelehrten vielleicht Angst, dass ein Glücksbringer vom Glauben an den einen Gott ablenkt. Aber früher gab es auch viele abergläubische Leute, die Glücksbringern irgendwelche Zauberkräfte zuschrieben.

Door knocker, N'Kob

Ein anderer beliebter Glücksbringer ist die sogenannte Hand der Fatima (nach Fatima bint Muhammad, der Tochter des Propheten (as)), auch genannt Hamsa oder Khamsa (von arab. خمسة chamsa = 5). Auch diesen Glücksbringer gibt es in vielen Formen, als Schmuckstück ebenso wie im Bild oben als Türgriff in Marokko.

Mohammed visiting Paradise

Wirklich zum Islam als Religion gehört der Glaube an Engel als Boten Gottes. Auch Muslime glauben an Schutzengel, die Tag und Nacht in allen Bereichen des Lebens schützend über sie wachen.

Mögen sie auch über euch und euer Glück wachen, das wünscht von Herzen
eure Lela Lela interkulturell

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