Nachgefragt bei Snezana Galijas

Nachgefragt bei Snezana Galijas

Ich bin Snezana Galijas und habe zwei Berufe: Ich betreibe die Text- und PR-Agentur APROPOS.TEXT im Rhein-Main-Gebiet für die Branchen Sport, Gesundheit und Ernährung: www.apropos-text.de. Außerdem habe ich die erste deutschsprachige Lehr-DVD für Wildgans-Qigong produziert, die ich seit 2014 über meinen Online-Shop vermarkte. Seit ca. 6 Monaten gebe ich auch Workshops und leite Qigong-Aktivurlaube am Meer. Meine Zielgruppe sind (Profi-)Sportler und Mitarbeiter in Unternehmen, da ich als ehemalige Sportlerin und Unternehmerin bei diesen beiden Gruppen die größten Synergien mit diesem Qigong-Stil sehe. Auf www.wildgans-qigong.de gibt es neben einem Trailer und einem Kurzfilm auch mein Qigong-Blog mit Infos rund um Qigong, die Traditionelle Chinesische Medizin, Ernährung, Sport und Gesundheit inklusive einer speziellen Interviewserie mit interessanten Persönlichkeiten.

Es ist nicht zuletzt meine jahrelange, tägliche Qigong-Praxis und Lebensweise, die mir Fähigkeiten und eine Gabe geschenkt hat, die ich – so Gott will – an noch viele Menschen weitergeben darf: Behandlungen mit Qigong-Energie.

Trinkst du lieber Kaffee oder lieber Tee zum Frühstück – oder ganz was anderes?

Ich trinke morgens immer (selbst aufgebrühten) Kaffee mit geschäumter Sojamilch. Das ist mein Morgenritual, auf das ich mich schon beim Aufwachen freue, weil wir – mein Mann und ich – so in den Tag starten. Wenn ich früher im Sommer in Bosnien war, gab es immer den türkischen Kaffee in Findjans. Ich war immer ganz heiß darauf, weil die Nachbarin so gut aus dem Kaffeesatz lesen konnte. :-)

In welcher Sprache träumst du, in welcher sprichst du?

Ich träume und spreche in Deutsch. Als ich eine Weile in Australien lebte, habe ich in Englisch geträumt. Und wenn ich mit meiner Mutter oder Verwandtschaft spreche, dann natürlich Serbisch. An Fremdsprachen spreche ich noch Französisch.

Wo fühlst du dich „daheim“?

Das ist eine spannende Frage. Ich bin in Bosnien geboren, als Säugling nach Deutschland gekommen und als sogenanntes Ausländerkind in Coburg (Oberfranken) aufgewachsen. Ich durfte schon als 7-Jährige den Ausländerhass ziemlich unangenehm spüren, was mich sehr geprägt hat. Und so wuchs ich mit den Worten auf: „Sei still, vermeide es aufzufallen, wir sind Ausländer.“ In Bosnien war ich aber auch nie zu Hause, obwohl ich die Sommerferien dort immer sehr genossen habe und eine gewisse Seelenverwandtschaft zu den Menschen spürte. Aber das ist – nicht zuletzt seit dem Balkankrieg – weniger geworden, da ich aus unterschiedlichen Gründen nur noch selten nach Bosnien fahre.

Heute versuche ich in mir selbst mein Zuhause zu finden, und da hilft mir immer mehr meine Rückverbindung zum Göttlichen. Das ist insofern lustig, als ich eine ungewöhnliche „religiöse Karriere“ habe: Ich wurde griechisch-orthodox geboren, was aber in der Erziehung keinerlei Rolle spielte. So war fast 40 Jahre lang mein Konzept von Gott: „Solange der sich nicht persönlich bei mir vorstellt, glaube ich daran nicht.“ :-) Dann fing ich vor gut 10 Jahren an mit dem chinesischen (daoistischen) Wildgans-Qigong, übe (und bete) täglich vor einer katholischen Kapelle/Pilgerort hier im Wald und mache seit einiger Zeit einschneidende Kundalini-Erfahrungen (also indische Philosophie), die mich Gott ein riesiges Stück näher brachten. „Daheim“ ist oft auch ein Gefühl, z.B. wenn meine drei Kinder zu Besuch sind, ich einen bestimmten Duft wahrnehme oder ein bestimmtes Lied höre. Oder wenn ich mich sehr wohl fühle, z .B. an der Adriaküste. :-)

Welches Fest ist dir am wichtigsten, was gehört für dich dazu?

Hm, also Weihnachten haben wir damals nur mitgefeiert, denn a) waren meine Eltern nicht religiös und b) ist das orthodoxe Weihnachten erst am 6.+7. Januar. Als meine Kinder klein waren, waren Weihnachten und Ostereiersuchen natürlich feste Rituale. Heute findet das alles in abgespeckter Version statt. Vielleicht ändert sich das mit den (zukünftigen) Enkelkindern.

Wo würdest du am liebsten leben und weshalb?

Ich fühle mich am Meer sehr, sehr wohl und würde sehr gerne mehr Zeit dort verbringen, auch zum Arbeiten. Das Konzept dazu fehlt mir zwar noch, aber eine erste Idee habe ich schon bzw. die ersten Türen haben sich bereits geöffnet. Ich liebe die Stimmung, den Duft, das Meeresrauschen und den Anblick, der mich glücklich macht und regelreicht in Trance versetzen kann. Ich muss in meinem früheren Leben Seemann oder so was gewesen sein. :-)




Dein Kommentar