Paragraph 1!

Paragraph 1!

Sie kennen sicher den uralten Bürospruch mit den zwei Paragraphen. Der Witz geht so:
§ 1 Der Chef hat immer recht.
§ 2 Falls der Chef einmal nicht recht hat, tritt automatisch § 1 in Kraft.

In der Welt herkömmlicher Büros konnte man darüber schmunzeln. Die Welt der Social Media aber scheint nur noch aus derartigen Chefs (und Chefinnen) zu bestehen. Und das ist leider kein Witz mehr, sondern unendlich traurig. Und beängstigend. Dass in der vermeintlichen Anonymität des Netzes jeder seine Meinung vertreten darf, ist grundsätzlich begrüßenswert und nicht schlecht. Schlimm ist aber, was daraus in den Kommentarspalten vieler Onlinemedien zu werden droht: Hass, Hetze, Häme, Falschmeldungen und persönliche Beleidigungen treten an die Stelle sachlicher Argumente und höflichen Austauschs. Denn jeder Nutzer, jede Nutzerin beansprucht die oben zitierten §§ 1–2 für sich. Humorlos. Ausschließlich.

Moment! Widerstand formiert sich.

Zum großen Glück gibt es zum einen ein erfreulich normales reales Leben in unserem wohlhabenden und gut funktionierendem Staat. Zum anderen bilden sich Initiativen, die aktiv gegen die Hetze im Netz vorgehen. Ein Beispiel ist die Facebook-Gruppe #ichbinhier, die sich unter diesem Hashtag für eine verbesserte Gesprächskultur im Internet einsetzt. Und das unabhängig von Inhalten, #ichbinhier ist überparteilich und konzentriert sich darauf, positive Elemente in die Gespräöchskultur zurückzubringen.




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