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Archiv: Dezember 2006
Allen Leserinnen und Lesern der Unorthodoxen Gedankensplitter wünsche ich ein gesegnetes Opferfest im Kreise von Verwandten und Freunden.
Möge das neue Jahr jedem Einzelnen von Ihnen viel Gutes bringen, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit, und möge es insgesamt friedlicher verlaufen als das scheidende.
Noch ein kleiner Tipp am Rande:
Falls Ihnen noch ein Jahreskalender für 2007 fehlt, dann schauen Sie beim Kandil-Basar vorbei. Dort gibt es einen zweisprachigen Tischkalender für 2007 mit doppeltem Kalendarium.
Über Migrantinnen wird viel geschrieben. Jetzt melden sie sich selbst zu Wort, und zwar mit einem multikulturellen Magazin für Frauen: Gazelle (via Charming Quark).
Ein Rückblick auf das Jahr 2006 aus Sicht des Generalsekretärs des Zentralrats der Muslime: „Das Kopftuch ist nicht die sechste Säule des Islam“
Eine Kölner Schule nahm die verschiedenen religiösen Feste des Monats Dezember zum Anlass, um ein gemeinsames Winterfest zu feiern: „Es geht mir um den Frieden im Viertel“
In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern der Unorthodoxen Gedankensplitter gesegnete und erholsame Feiertage –
unabhängig davon, welches Fest welcher Religion sie feiern.
Eine neue Website beleuchtet ein Stück lebendige Kulturgeschichte der Stadt Istanbul. Wie der Brunnen des Sefer Aga vor dem Verfall bewahrt wurde und was es in seiner Umgebung im historischen Zentrum Istanbuls zu sehen gibt, lässt sich unter www.istanbul-brunnen.de in deutscher und türkischer Sprache entdecken.
Pressemitteilung des Deutsch-Zyprischen Forums vom 15.12.2006:
Deutsches Engagement in der Zypernfrage gefordert
DZF formuliert Maßnahmenplan für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft
Das Deutsch-Zyprische Forum (DZF) begrüßt den Kompromiss der EU-Außenminister über den weiteren Fortgang der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. „Insbesondere die Zusage der Republik Zypern, den direkten Handel zwischen dem türkischen Nordzypern und der EU nicht länger zu blockieren, ist ein positives Signal“, so der DZF-Vorsitzende Eckart Kuhlwein. Gleichzeitig komme der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 eine wichtige Aufgabe zu, diesem Versprechen nun auch konkrete Schritte folgen zu lassen.
Weiter ...
Fanmeile wurde heute zum Wort des Jahres 2006 gekürt, Heitmeyers Langzeitstudie "Deutsche Zustände" aber zeichnet ein weniger freundliches Bild von Deutschland im WM-Jahr: WM-Euphorie schürt Intoleranz schreibt die FR, Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen die Berliner Morgenpost.
Gerne wird Muslimen vorgeworfen, dass sie sich ab- und damit ausgrenzen. Jetzt legen Christen Wert darauf, sich abzugrenzen: Du sollst nicht gemeinsam beten
Jawdat Said propagiert seit 40 Jahren einen gewaltlosen Islam: Islam als gewaltlose Religion
Religiöse Agitation gegen Andersgläubige in einem Killerspiel, das von radikalen Christen in den USA geordert wurde: Glaub oder stirb!
Amüsante Einblicke in ein ganz normales türkisch-deutsches Familienleben gibt Dilek Güngör in ihrer Sammlung von Kolumnen, die jetzt als Taschenbuch erhältlich ist: Unter uns.
Einige Kapitel des Buchs lassen sich online hier lesen.
Über das Verbot multireligiöser Feiern durch Kardinal Meisner wird weiterhin diskutiert: Heftige Debatte um Meisner
Eine Veranstaltungsreihe des Zentrums Moderner Orient (Berlin) will den Dialog zwischen dem Westen und der islamischen Welt kritisch beleuchten und ihm neue Impulse geben: Austausch mit Islamisten
"Auch die islamischen Parteien setzten sich folglich für soziale Gerechtigkeit oder die Verbesserung des Bildungs- und Gesundheitssystems ein. 'Diese Tatsache wird im aktuellen Dialog, in dem es hauptsächlich um Religion oder scheinbar unüberwindbare Differenzen geht, meist unterschlagen.'"
Fatima Ahmed Ibrahim, die erste ins sudanesische Parlament gewählte Frau, wird für ihren Einsatz für Frauenrechte, Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit mit dem Ibn-Rushd-Preis für freies Denken geehrt: Ein Leben für die Politik
Der neue Bericht der UN wurde am Mittwoch in Genf vorgestellt: "Frauenrechte sind Schlüssel zu wirtschaftlicher Entwicklung im Nahen Osten"
Zum türkischen Angebot in der Zypernfrage: „Reicht nicht“
Baker-Report zur Lage im Irak: James Bakers Lektion für George Bush
Martin Spiewak sieht sich die unterstellte Schulverweigerung von Muslimen genauer an: Ins Schwimmen geraten
"Die Schuld für das Schulversagen von Migranten bei den Betroffenen selbst und ihrer Religion zu suchen mag die deutsche Politik entlasten. Die Bildungsprobleme lassen sich mit dieser Strategie kaum lösen."
Michael Lüders sprach mit jungen Ägyptern in Assiut: Träume im Staub
Mit einer eigenen Integrationsbeauftragten will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Beitrag zur Integration im Sport leisten: Leitgedanke bis ins Wohnzimmer
Die Oktoberausgabe der Zeitschrift "Gemeinsam. Die Zeitschschrift für den christlich-islamischen Dialog" ist in Auszügen im Internet zu finden. Die komplette Zeitschrift kann auf der Website als PDF-Dokument bestellt werden.
Die Zeitschrift stellt u.a. ein Buch des Historikers Erhard Brunn vor, der sich für ein friedliches Miteinander von Christen und Muslimen einsetzt: Christentum und Islam – ein neuer Dialog des Handelns. Begegnungen in Europa und Afrika.
Einige deutsch-türkische Autoren stellt die Frankfurter Buchmesse auf ihrer Website vor: Lesbar - Sprachtanz zwischen den Kulturen: deutsch-türkische Autoren
Dem Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg geht eine Studie der Arbeitsstelle "Interkulturelle Konflikte und gesellschaftliche Integration" (AKI) des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) nach.
Die gesamte Studie steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich hier: Wer fordert, fördert
Islamgelehrte verdammen Beschneidung von Mädchen
und
Ein Schockierender Film beseitigte die letzten Zweifel der sunnitischen Rechtsgelehrten: "Das wusste ich nicht, das wusste ich doch nicht ..."
Der Dokumentarfilm "Sari's Mother" schildert den Überlebenskampf eines aidskranken irakischen Jungen und seiner Mutter: Verloren zwischen Tod und Terror im Irak
Gespräch mit Nobelpreisträger Orhan Pamuk: Ich träume auch am Tage
Nicht jeder, der einen Bart trägt, ist schon Prophet.
(Arabische Weisheit)
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