Erst Ostern, dann Ramadan

Hallo, merhaba und salam, Lela

die nächsten Wochen werden schön: Erst kommt der Osterhase ;) und dann fängt schon bald, nämlich Anfang Mai, der islamische Fastenmonat Ramadan an, der voller schöner Traditionen und festlicher Stimmung ist. 

Gutes Wetter im Frühling lockt mich nach draußen. Endlich wärmen die Sonnenstrahlen wieder, endlich wird alles grün und blüht. Na gut, nicht immer. Das Wetter in Deutschland ist immer für Überraschungen gut. Wenn es mal wieder zu viel regnet, um draußen spielen zu können, dann setze ich mich hin und male ein paar bunte Mandalas aus. Kostenlose frühlingsfrische Gute-Laune-Blüten-Mandala-Vorlagen findet ihr übrigens, wenn ihr diesen Link anklickt.

Und dann gibt es ja auch noch die Ramadanvorbereitungen. In der Bastelecke findet ihr viele Anleitungen für bunte Ramadankalender zum Selbermachen und für weiteren Festschmuck: Ramadankalender zum Selbermachen mit Kindern und für Kinder.
Was noch zum Ramadan passt, erfahrt ihr in der Übersicht Was ist Ramadan.
Natürlich gibt es auch dieses Jahr im Kandil-Magazin eine Übersicht über Neues zum Ramadan, das Special findet ihr hier: Ramadan 2019.

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Ach ja, die Schule

Hallo, merhaba und salam, Lela

geht ihr gerne zur Schule? Ich meistens schon. Klar gibt es Tage, an denen ich überhaupt keine Lust habe. Irgendwas ist ja immer! In den meisten Ländern (oder sogar in allen?) gibt es eine Schulpflicht, das heißt, ein Kind muss eine bestimmte Anzahl an Jahren in die Schule gehen. In der Türkei sind es zum Beispiel inzwischen 12 Jahre, in Ägypten ist nur die Grundschulzeit Pflicht. In Deutschland muss man je nach Bundesland mindesten 9 oder 10 Jahre zur Schule gehen, und das in Vollzeit. Ja, so heißt das wirklich: Vollzeitschulpflicht. 

Wenn man bedenkt, dass weltweit immer noch viel zu viele Kinder, und vor allem Mädchen, kaum oder womöglich gar nicht zur Schule gehen können, dann möchte ich lieber von meinem Recht auf Schule sprechen. Auch wenn ich oft über die Schule stöhne: Verzichten möchte ich nicht auf meine Schulfreundinnen (und sogar ein paar Freunde!). Und nicht aufs Lernen. Ich weiß zwar noch nicht, was ich später werden will, aber ohne Lernen werde ich keine Träume verwirklichen können, das weiß ich schon.

Komischerweise gehen die Kinder in Deutschland weniger gerne zur Schule als in anderen Ländern, so liest man oft. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Homeschooling fände ich auch nicht gut. Lernen zu Hause mit meinen Eltern? Und womöglich auch noch mit meinem Bruder? Nein, danke. Zum Glück ist Homeschooling in Deutschland gar nicht erlaubt, soviel ich weiß.

Also: ab in die Schule! Jetzt freue ichmich richtig darauf.

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Summ, summ, summ!

Hallo, merhaba und salam, Lela

ja, das ist ein Lied für kleine Kinder: 

„Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! 
Ei, wir tun dir nichts zuleide,
flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!“ 

Seit ich im Kandil-Magazin was über Bienen gelesen habe, geht mir die Melodie im Kopf herum. Hilfe, ein Ohrwurm! Dabei ist der Text gar nicht irgendwo im Kindergarten oder auf dem Schulhof entstanden. Und mit Biene Maja hat er auch nicht viel zu tun. Nein, ein richtiger, echter Dichter hat die 5 Strophen des Kinderliedes geschrieben. Ein Dichter, dem auch viele andere noch heute bekannte deutsche Kinderlieder zu verdanken sind, ein Dichter mit einem höchst eindrucksvollen Namen (wir hatten es ja neulich erst mit tollen Namen, guckt ihr hier: Rübezahl). Der Summ-summ-Dichter heißt – tadaa – August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und den Bienentext schrieb er im Jahr 1835. Sorgen um die Natur und die Umwelt machte sich damals vermutlich noch niemand, Umweltschutz und Klimawandel waren noch Fremdwörter.

Lieder über Bienen gibt es inzwischen wie Sand am Meer (das Bild ist schief, aber es gefällt mir!). Aber gibt es auch alte türkische oder arabische Kinderlieder mit Bienen? Ich habe Mama und Papa gefragt, aber ihnen ist nichts eingefallen. Habt ihr einen Tipp für mich? Ich würde mich sehr freuen.

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Rübezahl

Hallo, merhaba und salam, Lela

ich liebe meinen Namen. Lela kommt von arabisch Layla (oder auch geschrieben Laila, Laila, Leela ...), das bedeutet Nacht. Das Schöne ist: Diesen Namen gibt es in ganz vielen Ländern und Sprachen der Welt, manchmal ist Lela nämlich auch eine Abkürzung von Daniela oder Jelena zum Beispiel. Ich stelle mir vor, dass ich mit meinem Namen gut reisen kann, weil er den Menschen überall auf der Welt vertraut vorkommt. Ihr wisst schon, in Deutschland wird man mit einem Namen, der nicht deutsch klingt wie Hans oder Helga, manchmal wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt. Jedenfalls erzählen sich das die Erwachsenen. 

Unter uns Kindern ist das anders: In unserer Klasse würde jemand, der Hans oder Helga heißt, ganz schön ausgelacht werden. Also mal ehrlich: Wer nennt sein Kind heute noch so? (In der Türkei denken viele Leute immer noch, dass Hans und Helga typisch deutsche Namen sind.)

Aber eigentlich wollte ich ja über Rübezahl schreiben. Stellt euch vor, ihr würdet Rübezahl heißen. Mit dem Namen würde man wohl überall geärgert werden. Natürlich heißt niemand Rübezahl mit Vornamen, außer eben Rübenzahl, und der ist eine Sagengestalt, also jemand, den es vielleicht wirklich gab, vielleicht auch nicht. Ich jedenfalls mag sagenhafte Geschichten aus alten Zeiten.

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