Was ist Ramadan?

Dass der islamische Fastenmonat Ramadan genannt wird, dürfte allen bekannt sein. Die Geschichte des Portals kandil.de ist mit diesem für Muslime in aller Welt besonders wichtigen Monat eng verbunden, denn die erste Kandil-Website entstand im Jahr 2000 – parallel zu den ersten Schokoladenkalendern für Kinder zum Ramadan. (Mehr zur Geschichte von kandil.de erfahren Sie hier: >> Chronologie von kandil.de (2000 bis 2009) und >> Chronologie von kandil.de II (2010 bis 2019). Links und zur Entstehung und Entwicklung der Ramadankalender für Kinder finden Sie auch, wenn Sie nach unten scrollen.)

Zur besseren Orientierung hier ein Übersicht mit Links zu den wichtigsten Beiträgen, die im Kandil-Magazin über den Ramadan informieren.

Grundlegendes religiöses Wissen zum Ramadan:

Wann ist Ramadan und warum beginnt er nicht jedes Jahr am selben Tag? Der Ramadan ist der 9. Monat des islamischen Kalenders, der sich nach dem Mond richtet:

Wie heißt das Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan: Zuckerfest, Ramadanfest oder kleines Fest?

Ramadanbräuche:

Ramadankalender für Kinder:

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Die Anfänge des Islam

Bild von GLady auf Pixabay

Aus muslimischer Sicht gibt es sehr viel Literatur über die Zeit des verehrten Propheten Muhammad, über seine Aussprüche (Hadithe) und seine Taten. Die religiöse Dimension seines Wirkens liegt naturgemäß im Zentrum der Forschung aus islamischer Sicht. Die vorislamische, „ungläubige“, unwissende Zeit (arab. Dschahilija) blieb weitgehend außen vor.

Aus allgemeiner historischer Sicht ist die Arabische Halbinsel der damaligen Zeit (d. h. in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung und speziell der Zeitraum von ca. 550 bis 660) weniger gut erforscht, was unter anderem der lückenhaften Quellenlage geschuldet ist. Vermehrt ist in den letzten Jahren jedoch auch dieser Zeitraum in den Blickwinkel einer interessierten Öffentlichkeit geraten, nicht zuletzt dank einiger Publikationen zum Thema, die allgemein verständlich sind und sich nicht in erster Linie an Wissenschaftler*innen richten.

Dazu gehört das Buch, das der britische Althistoriker Glen W. Bowersock veröffentlicht hat und das seit Anfang des Jahres auch in deutscher Sprache erhältlich ist: Die Wiege des Islam. Mohammed, der Koran und die antiken Kulturen*.

Darin zeichnet er ein Bild der wechselhaften Geschichte einer Region der antiken Welt, in der vor der Geburt des Islam neben Christen und Juden auch Polytheisten um die Vormacht rangen, häufig aber auch in Eintracht miteinander lebten.

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Prophetenbiografien

Das Leben des Propheten Muhammad (as) beschäftigt die Menschen seit Jahrhunderten. Gläubige Muslime sehen in seinem Leben ein Vorbild, dem sie folgen möchten, „Ungläubige“ interessieren sich für seinen Lebensweg, weil er die Weltgeschichte beeinflusst hat.

النبى محمد المصطفى

Nicht erst historische Romane heutiger Zeit widmen sich dem Leben des Propheten, im Gegenteil. Die sogenannte Sira (as-sīra an-nabawīya – die Prophetenbiografie) ist eine eigene Literaturgattung in der islamischen Geschichtsschreibung. Zusammen mit den Hadithen, den Aussprüchen des Propheten, die zur Grundlage des islamischen Rechts gehören, haben sie eine bedeutsame Vorbildfunktion für das Verhalten gläubiger Muslime.

So entstand die erste Prophetenbiografie aus muslimischer Feder bereits Ende des 8. Jhs., also rund 150 Jahre nach Muhammads Tod. Zu den bekanntesten frühislamischen Prophetenbiografien zählen die Werke von Ibn Ishaq, Ibn Hisham und at-Tabari.

Bereits ab dem 7. Jh. früh beschäftigten sich auch Christen mit dem Leben des Begründers der neuen monotheistischen Religion – meist mit dem erklärten Ziel, den aus christlicher Sicht „falschen Propheten“ als Ketzer zu entlarven und zu diskreditieren. Eingehende wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit den historischen Quellen zum Leben des Propheten gab es erst seit dem Beginn des vorigen Jahrhunderts.

Bereits in den Jahrhunderten zuvor erschienen in Europa zahlreiche Prophetenbiografien verschiedenster Autoren, die den Religionsbegründer meist wenigfreundlich gesinnt waren. Während der europäischen Aufklärung gab es aber auch Bestrebungen, ihn als Gesetzgeber und Begründer eines Weltreichs zumindest zu würdigen.

Nun hat der britische Autor und Journalist Tom Holland Buch veröffentlicht, das die Geschichte zur Zeit der Entstehung des Islams zum Thema hat. Dabei geht es nicht allein um das Leben des Propheten, sondern um einen Einblick in die Umwälzungen der damaligen Zeit. Die Ankündigung verspricht eine interessante geschichtliche Lektüre.

Mohammed, der Koran und die Entstehung des arabischen Weltreichs* von Tom Holland
Klett-Cotta 2017, 542 S., Taschenbuch Euro 14,95
ISBN 3608961461



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Gebetsruf und Betruf

Der islamische Gebetsruf (Adhan, arab. ‏أذان, türk. ezan) erklingt fünfmal täglich zum rituellen Gebet. Heute wird der Gebetsruf über Lautsprecher übertragen, früher stieg der Muezzin (arab. mu’adhdhin ‏مؤذّن‎) aufs Minarett, den Turm einer Moschee, um von dort zum Gebet zu rufen.

Muezzin

Der Gebetsruf erfolgt in arabischer Sprache in einer festgelegten Reihenfolge. In deutscher Übersetzung lautet der Gebetsruf in etwa wie folgt (ohne Wiederholungen):
Gott ist am größten
Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Gott
Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Gottes ist
Auf zum Gebet
Auf zur Seligkeit
(beim Morgengebet:) Das Gebet ist besser als der Schlaf    
Gott ist am größten
Es gibt keine Gottheit außer Gott

Ornament (Abstandshalter)

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