Ramadanbräuche in der Türkei

Traditionell wird der Zeitpunkt des Iftar, des Fastenbrechens am Abend, durch einen Kanonenschuss bekannt gegeben, manchmal wird auch eine Art Feuerwerkskugel abgeschossen. Außerdem werden zum Iftar die „Kandil” (Mahya) eingeschaltet, die festliche Beleuchtung, die an den Moscheen extra zum Ramadan angebracht wird. So werden z.B. Lichterketten mit Aufschriften wie „Ya şehri Ramazan” oder „Hoşgeldin Ramazan” zwischen den Minaretten oder auch in den Straßen zwischen den Häusern gespannt.

Morgens laufen Männer durch die Straßen, die mit Rufen, Singen oder Trommeln die Anwohner zum Sahur, dem Mahl vor Sonnenaufgang, wecken. Dieses Amt ist sehr begehrt und kann an manchen Orten sogar ersteigert werden.

Ramadantrommel

Teilweise entwickelten sich eher kuriose Bräuche. So führten die osmanischen Sultane den Brauch der Zahnmiete (diş kirası) ein: Am Ende eines Iftar-Essens wurden den Gästen Geschenke mitgegeben als Ausgleich für die Abnutzung ihrer Zähne!




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