Miswak, die Naturzahnbürste

„Liebe Kinder, heute erzähle ich euch die Geschichte vom Zahnbürstenbaum ...“

Nein, dieser Beitrag gehört nicht in die Rubrik Märchen. Den Zahnbürstenbaum gibt es tatsächlich, auch wenn er trotz seiner Höhe von bis zu 6 Metern eher einem Strauch als einem Baum gleicht. Sein wissenschaftlicher Name lautet Salvadora persica, er wächst heute vor allem in Trockengebieten von Indien und Afrika und gedeiht dort auch in höheren Gegenden.

Der Zahnbürstenbaum wächst ebenfalls in den Wüsten der Arabischen Halbinsel und dort wurde der Gebrauch seiner Zweige oder Wurzelstücke als Zahnbürste in muslimischer Zeit kultiviert. Viele Hadithe sind überliefert zur Nutzung des Miswak (arab. miswāk مسواك), wie das zur Reinigung der Zähne verwendete Holz genannt wird.

Salvadora persicaMiswak2

Der Miswak ist in etwa so lang wie eine Zahnbürste. Das Holzstück wird so lange gekaut, bis es ausfranst, wie im Bild oben zu sehen, und damit im Aussehen einer Zahnbürste noch ähnlicher sieht. Ein Miswak ist beides: Zahnpasta und Zahnbürste in einem. Denn der Zahnbürstenbaum enthält Stoffe, die die Zähne gleichzeitig schützen und reinigen. Die Liste dieser nützlichen natürlichen Inhaltsstoffe ist beeindruckend: Fluoride, Silicium, Tannine, Saponine, Flavonide und Chloride sorgen für die Zufuhr von Mineralstoffen, Spurenelementen und Proteinen und haben keim- und entzündungshemmede Effekte.

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Halal-Sex

Jean-Paul Flandrin - Odalisque with Slave - Walters 37887

So oder ähnlich wie auf dem Gemälde von Ingres und Flandrin aus dem Jahr 1842 stellten sich prüde Europäer das Leben in orientalischen Harems vor, zur Freude vieler europäischer Männer vermutlich. Die britische Lady Mary Wortley Montagu hatte bereits ein Jahrhundert zuvor in ihren Briefen aus dem Orient Erstaunliches über das freizügige Leben der ormanischen Damen zu berichten gehabt und damit die Phantasie europäischer Männer beflügelt, denen ein Blick in die nach außen verschlossene Welt muslimischer Frauen verwehrt blieb.


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Senioren: Hausnotruf in türkischer Sprache

Wenn Migranten altern und auf Hilfe im Alltag angewiesen sind, wird die Muttersprache umso wichtiger. Diesen Bedürfnissen trägt das neue Angebot des Hausnotrufs Deutschland Rechnung. In der Zentrale sind ab jetzt auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichbar, die Türkisch sprechen. Die Vorteile demonstriert der Werbespot für den türkischsprachigen Hausnotruf:


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Muslime im Krankenhaus und in der Pflege

Wenn man krank ist, bracht man neben medizinischer Hilfe auch menschliche Zuwendung und natürlich auch jemanden, mit dem man in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren kann. Darüber hinaus freut sich jeder, wenn kulturell und religiös tief verwurzelte Gewohnheiten auch im Krankenhaus beachtet werden können, zum Beispiel der Verzicht auf Schweinefleisch, die Skepsis gegenüber einem Pfleger oder einer Pflegerin, je nach Geschlecht des Patienten oder der Patientin, die große Zahl an Besuchern – um nur einige Aspekte zu nennen.

Inzwischen gibt es einige Ratgeber zum Umgang mit Muslimen in Krankenhäsuern und Pflegeheimen. Einige neuere Bücher zum Thema stellen wir Ihnen hier vor. Die aktuellsten Werke stehen zuoberst.

Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege. Unterrichtsmaterialien für die Pflegeausbildunghrsg. von Heinrich Merkt u. a.
Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 190 Seiten, Paperback Euro 24,99
ISBN 978-3525702123

Muslimische Patienten pflegen. Praxisbuch für Betreuung und Kommunikation von Bose Terpstra
Springer Verlag 2012, 196 Seiten, Paperback Euro 26,99, E-Book Euro 20,24
ISBN978-3642249242

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