Der Wind, der Wind

„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“
Gehört habt ihr diesen Spruch bestimmt schon mal. Zu welchem Lied gehört er, wisst ihr das? 

Nun, der Wind als „himmlisches Kind“ entstammt einem Märchen der Brüder Grimm, das ihr bestimmt kennt: Hänsel und Gretel. Erinnert ihr euch? Die Hexe hört, dass jemand von ihrem Knusperhäuschen nascht, und fragt: „Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ Hänsel und Gretel, die sehr hungrig sind, antworten: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“ Wie es weitergeht, wisst ihr selbst. Hänsel und Gretel werden von der bösen Hexe entdeckt und müssen viel Schlimmes erleben, bevor sie endlich glücklich und zufrieden leben dürfen.

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Laternenfeste

Am 11. November, dem Martinstag, ziehen überall in Deutschland Kinder mit Laternen durch die Straßen und singen das Laternenlied:

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir alle zu Hause sind!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht!

Mit diesem oder einem ähnlichen Lied beim Martinssingen während eines gemeinsamen Martinszuges erinnert man an Martin von Tours, besser bekannt als Sankt Martin. Der heilige Martin lebte im 4. Jahrhundert n. Ch. und gilt noch heute als Beispiel für Barmherzigkeit und Nächstenliebe. 

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An Üsküdars Ufern

Üsküdar ist ein Stadtteil Istanbuls auf der asiatischen Seite des Bosporus. Unten ist der Text des beliebten und bekannten türkischen Volkslieds „Üsküdara gideriken” mit deutscher Übersetzung (wörtlich: „Als ich nach Üsküdar ging”). Aber hört erst einmal zu!

Üsküdara gideriken

Üsküdar’a gideriken aldı da bir yağmur,
kâtibimin setresi uzun eteği çamur.
Kâtip uykudan uyanmış gözleri mahmur.
Kâtip benim ben kâtibin el ne karışır,
Kâtibime kolalı da gömlek ne güzel yaraşır.

Üsküdar’a gider İken bir mendil buldum,
Mendilimin İçine lokum doldurdum.
Kâtibimi arar İken yanımda buldum.
Kâtip benim ben kâtibin el ne karışır,
Kâtibime kolalı da gömlek ne güzel yaraşır.

Auf dem Weg nach Üsküdar

Auf dem Weg nach Üsküdar fing es an zu regnen,
Die Jacke meines Schreibers ist lang, sein Gewand ist verschmutzt.
Der Schreiber ist aus dem Schlaf erwacht, seine Augen schauen schläfrig.
Der Schreiber ist mein, ich bin sein, wen geht das was an.
Wie gut meinem Schreiber das Hemd mit festem Kragen steht.

Auf dem Weg nach Üsküdar fand ich ein Tuch,
Ich legte ein Lokum* hinein.
Auf der Suche nach meinem Schreiber fand ich ihn neben mir.
Der Schreiber ist mein, ich bin sein, wen geht das was an.
Wie gut meinem Schreiber das Hemd mit festem Kragen steht.

*Lokum ist eine beliebte türkische Süßigkeit.

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