Ibn Arabi

Mein Herz nimmt alle Formen an:
Des Christen Kloster, Götzenheiligtum,
Gazellenweide, auch des Pilgrims Ka’aba,
Der Thora Rollen oder des Koran.
Denn Liebe mein Bekenntnis ist!
Wo immer Kamele schreiten,
Liebe ist mein Glaube.
(Ibn Arabi, 1165–1240)

Arabi

In seinem 2006 erschienenen Buch Der Wanderer* erzählt der türkische Autor Sadik Yalsizucanlar (Übersetzerin: Beatrix Caner) die Geschichte des Muhiyuddin Muhammad ibn Arabi, des berühmten Sufis und Philosphen aus dem maurischen Spanien.

Rezension von Lutz Bunk bei dradio.de: Unorthodoxer islamischer Freidenker

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Mevlana

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, einer der bedeutendsten und bekanntesten islamischen Mystiker, wurde 1207 in Balkh geboren und ließ sich 1228 in Konya (Türkei) nieder. Der Begründer des Mevleviye-Ordens starb im Jahr 1273 in Konya. Seine Anhänger nannten ihn Mevlana (Maulana), unseren Meister.

Sein Lehrwerk, der in persischer Sprache verfasste Mesnevi (mathnawi), enthält ca. 26.000 Doppelverse, und zwar lose verknüpfte Geschichten, Parabeln und Gedanken.

Mauláná Jalál al-Dín.

Die Werke des berühmten Mystikers wurden in viele Sprachen übersetzt und viele seiner Aussagen zur universalen mystischen Gottesliebe werden auch heute gerne und oft zitiert.

Ornament (Abstandshalter)

Viele Sprachen – viele Wünsche: Eine Episode, die auf einer Geschichte aus dem Mesnevi beruht, eignet sich sehr gut zur Aufführung mit Kindern.

Ornament (Abstandshalter)

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Von Sufis und Derwischen

Sufismus wird die mystische Frömmigkeit im Islam genannt. Der Begriff leitet sich vermutlich ab von suf, dem arabischen Wort für Wolle, wegen der von den Sufis getragenen wollenen Gewänder.

Die Sufis bemühen sich, durchaus nicht immer im Einklang mit der orthodoxen Gesetzesreligion, um die Überwindung der Kluft zwischen Mensch und Gott. Die Liebe zu Gott muss alles andere verdrängen, so dass durch absolutes Gottvertrauen im Augenblick der mystischen Selbstentäußerung das Ziel der Vereinigung mit Gott erreicht werden kann.

Einer Frau, nämlich der Mystikerin Rabia al-Adawiya (gest. 801) werden die ersten Verse über mystische Themen zugeschrieben.

Mit Derwisch bezeichnet man einen der Sufis, die sich oft in Männerorden (tariqa) organisierten, teils auch als bettelnde Wanderderwische umherzogen, erfüllt vom Streben nach der Vereinigung mit Gott.

http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons” href=“http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADervishes_Avanos.JPG”>Dervishes Avanos

Bekannt im Westen ist besonders der Zikr (eine Kombination aus litaneiartigen Gebeten und Anrufungen Gottes mit drehenden, tanzartigen Bewegungen) des Mevleviye-Ordens, der so genannten tanzenden Derwische.

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