Maulid / Mevlit, Geburt des Propheten Muhammad (as)

Geburtstage haben in der islamischen Welt nicht dieselbe Bedeutung wie in Europa.
Der Geburtstag des Propheten (as) spielt dennoch besonders im Volksglauben eine wichtige Rolle. Er wird meist Mevlid, aber auch Mevlit, Mevlüd, Mevlüt, Mouled, Mouloud oder Maulid geschrieben
(türk. Mevlit Kandili, arab. maulid an-nabī مولد النبي).
Maulid-Kandil wird am 12. Rabi’u l-awwal (Rebiülevvel) begangen.

Maulid-Kandil

Ursprünglich waren es die islamischen Mystiker, die den Geburtstag feierlich begingen, während die Orthodoxie sich gegen diese Neuerung wehrte und immer noch wehrt. Begangen wird der Festtag nicht mit Geschenken, sondern mit Gebeten und der Rezitation religiöser Lieder.

Die Geburt des Propheten (as) ist eng verbunden mit dem Begriff „Licht”, weshalb auch die Moscheen an seinem Geburtstag festlich beleuchtet werden. Das Licht spielt auch eine zentrale Rolle in der Dichtung zur Geburt.

Das wohl bekannteste Maulud (ein Gedicht, das zu diesem Anlass vorgetragen wird) in der türkischen Tradition wurde von Süleyman Tschelebi (türk. Çelebi) aus Bursa (gest. 1419) verfasst. Es wird auch heute noch gerne vorgetragen.
Da man ihm eine besondere Segenskraft nachsagt, wird es nicht nur zum Geburtstag Muhammads (as) rezitiert, sondern auch am 40. Tag nach einem Todesfall, in Erfüllung eines Gelübdes oder zu anderen Gelegenheiten, denen eine besondere Bedeutung zukommt, wie Hochzeit oder Beschneidungsfest.

Mawlid Celebrations in Ottoman Benghazi

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