Die Anfänge des Islam

Bild von GLady auf Pixabay

Aus muslimischer Sicht gibt es sehr viel Literatur über die Zeit des verehrten Propheten Muhammad, über seine Aussprüche (Hadithe) und seine Taten. Die religiöse Dimension seines Wirkens liegt naturgemäß im Zentrum der Forschung aus islamischer Sicht. Die vorislamische, „ungläubige“, unwissende Zeit (arab. Dschahilija) blieb weitgehend außen vor.

Aus allgemeiner historischer Sicht ist die Arabische Halbinsel der damaligen Zeit (d. h. in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung und speziell der Zeitraum von ca. 550 bis 660) weniger gut erforscht, was unter anderem der lückenhaften Quellenlage geschuldet ist. Vermehrt ist in den letzten Jahren jedoch auch dieser Zeitraum in den Blickwinkel einer interessierten Öffentlichkeit geraten, nicht zuletzt dank einiger Publikationen zum Thema, die allgemein verständlich sind und sich nicht in erster Linie an Wissenschaftler*innen richten.

Dazu gehört das Buch, das der britische Althistoriker Glen W. Bowersock veröffentlicht hat und das seit Anfang des Jahres auch in deutscher Sprache erhältlich ist: Die Wiege des Islam. Mohammed, der Koran und die antiken Kulturen*.

Darin zeichnet er ein Bild der wechselhaften Geschichte einer Region der antiken Welt, in der vor der Geburt des Islam neben Christen und Juden auch Polytheisten um die Vormacht rangen, häufig aber auch in Eintracht miteinander lebten.

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Malvorlagen aus Museen

Unter dem Hashtag #ColorOurCollections stellen Museen aus aller Welt und vor allem nordamerikanische Museen einige ihrer Kunstwerke  zum Ausmalen zur Verfügung. Die digitalen Malbücher aus dem Museum werden gesammelt und vorgestellt auf der Website ColourOurCollections. Die Initiative wurde zwei Jahren ins Leben gerufen, mehr als 100 international bekannte und renommierte Museen und kulturelle Einrichtungen beteiligen sich an der Aktion.

Sie trägt dem nun schon etablierten Trend zum Ausmalen als meditative Freizeitbeschäftigung für Erwachsene Rechnung. Unter den bisher öffentlich zugänglich gemachten Malvorlagen finden sich naturgemäß viele wissenschaftshistorische und speziell medizinhistorische Vorlagen, daneben viele andere historische und künstlerische Motive aller Art.

Malvorlagen mit orientalischen Motiven und solche aus dem islamisch-arabischen Kulturkreis sind bisher nur selten vertreten. Aber das auf Hawaii ansässige Shangri La Mseuem of Islamic Art, Culture and Design bildet eine rühmliche Ausnahme. 

Malbücher aus diesem Museum können als PDF kostenlos hier und dort heruntergeladen werden.

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Die Deutschen und der Orient

Die Rezension von Melanie Christina Mohr macht neugierig auf ein Buch des promovierten Historikers und Journalisten Joseph Croitoru. Von religiöser Verachtung bis ästhetischer Faszination, so die Überschrift zur Besprechung des Buchs Die Deutschen und der Orient: Faszination, Verachtung und die Widersprüche der Aufklärung*, verfasst von Joseph Croitoru.

Croitorus Darstellung stützt sich auf Quellen aus politischer Geschichte, Wissenschaft und Literatur in der Zeit der Aufklärung und untersucht die vielen Facetten des deutschen Orientbildes, wozu auch die bekannte türkenfreundliche Einstellung Friedrichs des Großen gehört.

Auch Jahrhunderte nach der Aufklärung ist Aufklärung nötig, kursieren doch über den islamischen Orient die unterschiedlichsten Vorstellungen und Klischees. Der Rezension nach zu urteilen, gelingt es Croitoru offenbar, nicht nur die verschiedenen Perspektiven darzustellen, sondern sie auch miteinander zu verknüpfen und damit eine eingehende Analyse des gespaltenen Verhältnisses der Deutschen zum Orient zu vermitteln. 

Das Buch wandert auf meine Wunschliste noch zu lesender Bücher.

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Feriköy – christliche Friedhöfe in Istanbul

Eins der vielen historischen Mosaikteilchen, die die Metropole Istanbul so einzigartig machen, greifen wir mit diesem Beitrag auf: christliche Friedhöfe in Istanbul. Der katholische und der protestantische Friedhof liegen heute mitten im Großstadtgewühl. Als sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereitgestellt wurden, dürfte es in dieser Gegend, nur wenige Kilometer vom Taksim-Platz und den traditionell von Europäern bewohnten Vierteln entfernt, noch wesentlich ruhiger zugegangen sein. 

Dieses Bild zeigt das Eingangstor zum protestantischen Friedhof in Feriköy, der durch eine Straße vom katholischen Friedhof abgetrennt ist. Anfang Februar konnte ich den evangelischen Friedhof besuchen. Was mich dorthin führte, ist eine der vielen persönlichen Geschichten, die von der langen deutsch-türkischen Verbundenheit zeugen. 

Eine dieser erstaunlichen deutsch-türkischen Verbindungen aus meinem kleinen hessischen Dorf habe ich vor Jahren in meinem privaten Blog festgehalten: Von Staden nach Tarabya, anno 1884. Als weiteres Verbindungsglied zwischen dem Dorf und der Metropole erweist sich ausgerechnet der alte protestantische Friedhof in Istanbul. Und das kommt so: Einer der besten Freunde meines ältesten Sohnes in unserem Dorf hat einen Großvater, dessen Großvater wiederum als Bahnmeister am Bau der ersten Eisenbahnstrecken im damaligen Osmanischen Reich beteiligt war (Stichwort: Bagdadbahn). Dieser Ururgroßvater wurde vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Friedhof von Feriköy beerdigt.

Dieser Grabstein ist eins der Beispiele, wie deutsche Inschriften auf dem Friedhof von feriköy aussehen.

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Geschichte der Stadt Istanbul

Was könnte für historisch Interessierte spannender sein als die Geschichte einer uralten, kosmopolitischen Stadt, die zwei Kontinente verbindet?

Diese lange, vielfältige Stadtgeschichte präsentiert die britische Historikerin und Autorin Bettany Hughes in Buchform: Istanbul. Die Biographie einer Weltstadt*. 928 Seiten sind ein stolzer Umfang für ein Buch und dennoch ist klar, dass der Versuch einer Stadtgeschichte von Istanbul immer nur fragmentarisch sein kann. Zu vielfältig sind die Mosaiksteine, die sich zum historischen Ganzen zusammenfügen, zu vielfältig sind die Perspektiven, aus denen man dieses Moasik betrachten kann.

Eine kritische Rezension zum Buch liefert Ulrich von Schwerin bei qantara.de. Wir haben das Buch nicht gelesen, denken aber, dass es auf jeden Fall eine interessante Lektüre sein kann für jemanden, der sich für das historische Istanbul interessiert und einige möglicherweise neue Aspekte der Metropole zwischen Orient und Okzident und ihrer wechselhaften Geschichte unter byzantinischer, osmanischer und Kreuzritter-Herrschaft kennenlernen möchte.

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