Ein neues Jahr beginnt

Der Beginn des neuen Jahres nach dem islamischen Kalender ist mehr ein Tag des Gedenkens als ein Feiertag: Jetzt beginnt das Jahr 1439 H. Der Buchstabe H. steht für Hidschra, das arabische Wort bedeutet Auszug, Auswanderung. Die islamische Zeitrechnung  beginnt mit dem Auszug des Propheten Muhammad (as) und seiner Anhaänger aus Mekka nach Medina, wo das erste islamisch geprägte Staatswesen entstand. Der Auszug von Mekka nach Medina fand im Jahr 622 n. Ch. statt, dieses Jahr markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung, die sich am Mond orientiert (mehr dazu hier: Islamischer Kalender). Mit dem 1. Muharram beginnt seither das islamische neue Jahr. 

Ein Feuerwerk zur Begrüßung des neuen Jahres ist nicht üblich. In manchen Regionen wird das neue Jahr mit einem festlichen Essen begrüßt, dessen sieben Bestandteile die Hoffnung auf eien guten Neuanfang symbolisieren.

Der islamische Kalender dient heute vor allem der Berechnung der wichtigen religiösen Fest- und Feiertage. In den meisten mehrheitlich von Muslimen bewohnten Ländern orientiert man sich im Alltag in der Regel an den Daten des gregorianischen Kalenders.

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Kandil-Abende

Die Kandil-Abende sind kein Bestandteil des orthodoxen Islams. Besonders in der Türkei spielen sie jedoch traditionell eine wichtige Rolle im religiösen Leben der Muslime, zusätzlich zu den beiden offiziellen islamischen Festen Ramadanfest und Opferfest. Eine Kandil-Nacht wird auf Türkisch „Kandil Gecesi” genannt.

An Kandil-Abenden besuchen vor allem Männer, aber auch Frauen die Moschee, um zu beten, im Koran zu lesen und der Predigt des Imams zu diesen besonderen Anlässen zuzuhören. Viele Muslime verschicken per SMS oder Chat Grüße zu den Kandil-Abenden oder rufen ihre Verwandten und Freunde an.

„Kandil” ist ursprünglich ein arabisches Wort. Es wird auf Arabisch قنديل und in wissenschaftlicher Umschrift „qindīl” geschrieben und bedeutet auf Deutsch „Öllampe” (entlehnt aus lat. candela = Kerze).

Ramadan in Kairo

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Opferfest / Kurban Bayramı / (e)id ul-adha – das „große Fest”

»Nimmermehr erreicht ihr Fleisch und ihr Blut (d.h. Fleisch und Blut der Opfertiere) Allah, jedoch erreicht ihn eure Frömmigkeit. Also hat er sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allah dafür preiset, dass er euch leitete; und verkündige Freude den Rechtschaffenen.«
(Koran, Sure 22, Vers 38… weiterlesen